Die Demokratische Partei kritisierte den Vertreter der EU wegen Äußerungen über den „angeblichen Staat“ und die „angeblichen Justizbehörden“ der TRNC.
Der Generalsekretär der Demokratischen Partei, Abgeordneter aus Girne, Serhat Akpınar, äußerte am 20. August 2025 scharf Kritik an der Aussage des offiziellen Vertreters der Europäischen Union, der die Türkische Republik Nordzypern (TRNZ) als „angeblichen Staat“ und deren Gerichte als „angeblich gerichtliche Gewalt“ bezeichnete. Laut Gündem Kıbrıs nannte Akpınar solche Formulierungen „eine schwere Respektlosigkeit“ gegenüber dem demokratischen Willen, der Souveränität und dem unabhängigen Justizsystem der zyprischen Türken.
Akpınar betonte, dass die TRNZ aus freiem Willen des Volkes gegründet wurde und dass die Leugnung dessen sowie die Herabwürdigung der Rechtsprechung dem Völkerrecht widersprächen. Zudem warf er der EU „Heuchelei“ vor, indem er darauf hinwies, dass die Europäische Union seiner Ansicht nach die Gerichtsverfahren der griechisch-zyprischen Seite ignoriere und zugleich die Legitimität der Gerichte der TRNZ schmälern würde.
Der Abgeordnete teilte mit, dass die Demokratische Partei die präsidiale Konzeption „zweier Staaten“ unterstütze und gemeinsam mit der Türkei die Rechte und die Ehre der zyprischen Türken auf allen Plattformen verteidigen werde. Konkrete administrative Änderungen oder neue Maßnahmen für die Bevölkerung wurden nicht angekündigt; diese Erklärung spiegelt in erster Linie die zunehmende politische Spannung in den Beziehungen zur EU wider und die Absicht der Parteiführung, die aktuelle außenpolitische Linie weiterhin zu vertreten.
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