Energiewende: TRNZ und Türkei starten neue Gasprojekte

Der Premierminister der TRNZ, Ünal Üstel, kündigte während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Vizepräsidenten Cevdet Yılmaz in Ankara den Beginn einer neuen Phase der Energiezusammenarbeit mit der Türkei dank. Ihm zufolge wird das Schlüsselprojekt der Bau einer Gaspipeline von der Türkei nach Nordzypern sein, die er als „ein weiteres Projekt des Jahrhunderts“ bezeichnete.
Üstel teilte mit, dass die Energie das zentrale Thema der Verhandlungen in Ankara war. Zudem seien die Machbarkeitsstudien für die zuvor diskutierte Stromleitung zwischen der Türkei und der TRNZ abgeschlossen. Er betonte, dass das Projekt zum Transport von Erdgas in erster Linie für die Stromerzeugung genutzt werden soll, was die Kosten senken, die Zuverlässigkeit der Energieversorgung erhöhen und eine nachhaltigere Infrastruktur schaffen wird.
Gleichzeitig wies Üstel auf Hindernisse in den internationalen Energieregulierungsstrukturen hin, insbesondere seitens der europäischen Organisation ENTSO-E, äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass die Türkei diese Schwierigkeiten überwinden kann.
„Mit der Verfügbarkeit von Energie und Erdgas wird sich die Zukunft der TRNZ verändern“, erklärte er йnd fügte hinzu, dass die Projekte nicht nur für das Land, sondern für das gesamte östliche Mittelmeer von strategischer Bedeutung sind.
Der Premierminister forderte zudem internationale Institutionen, die EU und die griechisch-zyprische Seite auf, keine politischen Hindernisse für die Umsetzung der Energieinitiativen zu schaffen, und unterstrich, dass die nachhaltigste Route für die Energieversorgung Zyperns über die Türkei führt.
Darüber hinaus berichtete Üstel über Gespräche zur Wirtschafts- und Finanzkooperation bis zum Jahr 2026. Ihm zufolge werden in naher Zukunft neue Unterstützungsprogramme für Schlüsselsektoren der Wirtschaft anlaufen, darunter Tourismus, Landwirtschaft, Industrie und Bauwesen. Er kündigte auch Fortschritte bei Infrastrukturprojekten wie Krankenhäusern, Schulen, Straßen und sozialem Wohnungsbau an und bekräftigte das Ziel, diese im Jahr 2026 abzuschließen.
In der Frage der Zypern-Regelung bekräftigte Üstel erneut die Position eines Zwei-Staaten-Modells und erklärte, dass eine dauerhafte Lösung nur durch die Anerkennung der souveränen Gleichheit und des gleichen internationalen Status der TRNZ möglich sei.
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