Studie: Türkisch-zyprische Jugend unter bestimmten Bedingungen zur Rückkehr auf die Insel bereit
Die Vereinigung junger türkisch-zyprischer Fachkräfte hat die Ergebnisse der Studie „Rückkehr nach Zypern: Hindernisse und Bedürfnisse“ vorgestellt, die sich mit der Stimmung der im Ausland lebenden Jugendlichen befasst. Die Umfrage wurde von Januar bis Februar 2026 unter 145 jungen Fachkräften im Alter von überwiegend 25 bis 34 Jahren durchgeführt, die in EU-Ländern und im Vereinigten Königreich leben.
Den Studienergebnissen zufolge haben 42 % der Teilnehmer noch keine endgültige Entscheidung über eine Rückkehr nach Zypern getroffen oder ziehen diese Möglichkeit je nach den Umständen in Betracht. Gleichzeitig gaben fast die Hälfte der Befragten, die erklärten, keine Rückkehr zu planen, an, dass sie ihre Meinung ändern könnten, wenn günstige Bedingungen geschaffen würden.
Der wichtigste Faktor, der den Wunsch nach einer Rückkehr beeinflusst, waren familiäre Bindungen. Zugleich äußern junge Fachkräfte ernsthafte Bedenken hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft auf der Insel. Als Hauptprobleme nennen sie Schwierigkeiten bei der Beschäftigung und dem beruflichen Aufstieg sowie Bürokratie, Ineffizienz staatlicher Mechanismen und Fragen im Zusammenhang mit dem Militärdienst.
Besondere Besorgnis erregt die Instabilität: 81 % der Umfrageteilnehmer gaben zu, dass sie selbst nach einer Rückkehr eine erneute Ausreise ins Ausland nicht ausschließen.
Ardıç Taşçıoğlu, Präsident der Vereinigung junger türkisch-zyprischer Fachkräfte, betonte, dass die Studie als „Aktionsplan“ und nicht nur als statistische Analyse zu betrachten sei. Ihm zufolge sind für die Rückkehr der Jugend konkrete Reformen erforderlich, darunter die Schaffung einer Informationsplattform für die Diaspora, der Ausbau der Internet- und Energieinfrastruktur, die Unterstützung des Unternehmertums und die Einführung eines auf Verdienst basierenden Beschäftigungssystems.
Taşçıoğlu zeigte sich zuversichtlich, dass die türkisch-zyprische Jugend bei einer richtigen staatlichen Politik in die TRNZ zurückgeholt werden kann.
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