Leishmaniose auf Zypern: Ärzte warnen vor versteckter Infektion und den Risiken von Sandmückenstichen
Leishmaniose, auch bekannt als „Orientbeule“, tritt bei etwa 2,5–3% der Bevölkerung des Landes auf und wird durch die Stiche infizierter weiblicher Sandmücken übertragen, erklärte Dr. Fatma Deniz. Ihr zufolge kann die Krankheit lange Zeit unbemerkt bleiben und tritt erst 4–8 Monate nach dem Stich auf.
Die Infektion betrifft meist unbedeckte Körperstellen — Arme, Beine und das Gesicht. Auf der Haut bildet sich zunächst eine kleine, juckende und feste rote Blase, die sich mit der Zeit vergrößert und in ein Geschwür mit erhabenen Rändern und einer vertieften Mitte verwandelt. „In den frühen Stadien kann dies leicht mit einem normalen Insektenstich verwechselt werden, aber der entscheidende Unterschied ist das Auftreten einer anhaltenden Läsion Wochen oder sogar Monate später“, bemerkte die Ärztin.
Die Ärztin betonte, dass die Krankheit viele andere Hauterkrankungen imitieren kann — von bakteriellen und Pilzinfektionen bis hin zu chronischen Wunden und sogar Hautkrebs. Daher wird eine genaue Diagnose im Labor durch die Untersuchung einer Gewbeprobe gestellt.
Die Behandlung hängt von der Form der Erkrankung ab: Es werden medikamentöse Injektionen in die Läsion oder eine Kryotherapie angewendet. Der Heilungsprozess kann jedoch Monate dauern und hinterlässt oft Narben. In einigen Fällen heilt der Körper von selbst, aber ein frühzeitiger Arztbesuch senkt das Risiko von Komplikationen erheblich.
Deniz erinnerte auch daran, dass die Krankheit nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird und sich ausschließlich durch Sandmückenstiche verbreitet. Hunde gelten als Hauptreservoire für den Parasiten, weshalb es wichtig ist, veterinärmedizinische Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und Schutzmittel für Tiere zu verwenden.
Zur Vorbeugung empfiehlt die Ärztin die Verwendung von Repellentien, das Tragen geschlossener Kleidung am Abend und die Nutzung engmaschiger Fliegengitter. Wichtig ist auch, die Umgebung der Wohnung sauber zu halten und Müll sowie organische Abfälle zu beseitigen, die die Vermehrung von Insekten begünstigen.
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