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Mann lebte fast fünf Jahre lang illegal in der TRNZ: Deportationsverfahren eingeleitet

18.05.2026 / 13:47
Nachrichtenkategorie

In Nikosia wurde David Dingamadji vor Gericht gestellt, der sich nach Angaben der Polizei fast fünf Jahre lang — insgesamt 1817 Tage — illegal auf dem Gebiet der TRNZ aufgehalten hatte. Das Gericht entschied, ihn für weitere vier Tage in Haft zu belassen, während das Deportationsverfahren fortgesetzt wird.

Wie der Polizeibeamte Serhan Yıldıran vor Gericht mitteilte, wurde der Verstoß am Abend des 15. Mai 2026 bei einer Überprüfung des Einwanderungsstatus festgestellt. Nach Feststellung des langjährigen illegalen Aufenthalts wurde der Mann festgenommen und dem Gericht vorgeführt.

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der Verdächtige im Falle einer Freilassung seinen illegalen Aufenthalt im Land fortsetzen könnte, und beantragten daher eine Verlängerung der Untersuchungshaft.

Richter Şevket Gazi gab dem Antrag der Polizei statt und ordnete an, die Haft um weitere vier Tage zu verlängern.

Der Fall warf erneut Fragen zur Funktionsweise der Migrationskontrolle in der TRNZ auf. Experten zufolge wird ein so langer illegaler Aufenthalt durch eine Kombination mehrerer Faktoren ermöglicht: begrenzte Möglichkeiten zur Überprüfung des Migrationsstatus, das Fehlen eines einheitlichen digitalen Systems zur Erfassung von Ein- und Ausreisen, Schattenbeschäftigung sowie Koordinierungsschwierigkeiten zwischen verschiedenen Behörden.

Zudem werden Überprüfungen des Migrationsstatus häufig punktuell durchgeführt — bei Behördengängen, Arbeitgeberkontrollen oder im Rahmen von Polizeieinsätzen. Wenn eine Person offizielle Kontakte vermeidet und informell arbeitet, kann sie über einen langen Zeitraum hinweg außerhalb des Sichtfelds der Behörden bleiben.

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