Gewerkschaften drohen mit Verweigerung von Überstunden wegen Zahlungsverzögerungen
Sechs Gewerkschaften des öffentlichen Sektors in der TRNZ haben mögliche Protestmaßnahmen wegen nicht gezahlter Überstunden angekündigt. Sie fordern die Begleichung der Rückstände bis spätestens 1. Mai, andernfalls werden die Mitarbeiter ab dem 4. Mai die Arbeit außerhalb des festgelegten Zeitplans verweigern.
In einer gemeinsamen Erklärung der Organisationen KTAMS, KAMUSEN, GÜÇ-SEN, KAMU-İŞ sowie der Gewerkschaft der Krankenschwestern und Hebammen und TIP-İŞ wird betont, dass seit Januar keine Überstundenvergütungen mehr gezahlt wurden.
Die Gewerkschaften weisen darauf hin, dass Beamte und medizinisches Personal regelmäßig Aufgaben außerhalb der Arbeitszeit wahrnehmen und so den reibungslosen Betrieb wichtiger Dienste sicherstellen. Dennoch komme die Regierung ihren Verpflichtungen nicht nach und halte nicht einmal den festgelegten Zahlungsplan ein.
Der Vorsitzende der KTAMS, Güven Bengihan, erklärte, dass die aktuelle Situation die Rechte der Arbeitnehmer verletze, die ihre persönliche Zeit für das Funktionieren staatlicher Strukturen opfern.
Die Organisationen warnen, dass die Mitarbeiter im Falle weiterer Verzögerungen von ihrem gesetzlichen Recht auf Verweigerung von Überstunden Gebrauch machen und zu anderen Protestformen greifen könnten.
Damit droht der Konflikt zwischen den Gewerkschaften und der Regierung bereits Anfang Mai die Arbeit der öffentlichen Dienste zu beeinträchtigen.

