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Rechtsstreit um türkisch-zyperiotisches Land in Paphos: Fall an Bezirksgerichte verwiesen

05.05.2026 / 11:37
Nachrichtenkategorie

In Paphos entbrennt ein Rechtsstreit um Ländereien in türkisch-zyperiotischem Besitz, deren Wert auf zweistellige Millionenbeträge geschätzt wird. Die Erben der Eigentümer versuchen, das Verfügungsrecht über die Grundstücke zu erlangen, von denen ein Großteil heute für öffentliche Zwecke genutzt wird.

Presseberichten zufolge handelt es sich um Gebiete, auf denen Sozialwohnungen, Straßen sowie Infrastrukturobjekte errichtet wurden, darunter der Flughafen Paphos und der Luftwaffenstützpunkt Andreas Papandreou. Der Verwalter für türkisch-zyperiotisches Eigentum schloss gemeinsam mit den Erben eine Vereinbarung über den Verkauf des Landes für 11,8 Millionen Euro ab und versuchte, das Geschäft über das Grundbuchamt abzuwickeln.

Das Katasteramt bewertete diese Grundstücke jedoch deutlich höher – auf etwa 58 Millionen Euro. Die Behörden weigerten sich, dem Geschäft zuzustimmen, mit der Begründung, dass das Land im öffentlichen Interesse genutzt werde.

Nach der Abweisung der ursprünglichen Klage legten die Antragsteller Berufung ein, doch das Verwaltungsberufungsgericht entschied, dass es nicht über die Zuständigkeit zur Prüfung des Falls verfügt. Infolgedessen wurde der Streit an die Bezirksgerichte verwiesen, wo das Verfahren voraussichtlich fortgesetzt wird.

Experten weisen darauf hin, dass der Fall ein Präzedenzfall in Fragen der Verwaltung umstrittener Immobilien und Erbrechte auf der Insel werden könnte.

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