Cyprus, Nicosia

Zyperntürken fechten Gasabkommen zwischen Zypern und Ägypten vor der UN an

01.05.2026 / 12:01
Nachrichtenkategorie

Die Türkei hat im Namen der Zyperntürken einen Brief an die Vereinten Nationen gerichtet, in dem sie ihre Ablehnung des am 30. März 2026 in Kairo im Rahmen der EGYPES 2026-Konferenz unterzeichneten Abkommens zwischen der Republik Zypern und Ägypten zum Ausdruck bringt. Das Dokument betrifft die Zusammenarbeit bei der Erschließung und dem möglichen Abbau von Erdgas in der ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns.

In dem Schreiben wird behauptet, dass das Abkommen nach Ansicht der TRNZ die „angestammten und unveräußerlichen Rechte des zyperntürkischen Volkes“ an den natürlichen Ressourcen der Insel verletzt. Es wird betont, dass die Kohlenwasserstoffe Zyperns beiden Volksgruppen gleichermaßen gehören und die Zyperntürken „von Anfang an die gleichen Rechte“ besitzen.

Dem Brief zufolge wird jede Ressourcenerschließung ohne Zustimmung der Zyperntürken als einseitige Maßnahme betrachtet. Das Abkommen selbst wird als „null und nichtig und ohne Rechtswirkung“ bezeichnet und als Versuch interpretiert, die faktische Kontrolle einer Seite über die Ressourcen zu festigen.

Gleichzeitig bekräftigen die Zyperntürken ihre Unterstützung für den Dialog und die Idee einer gemeinsamen Verwaltung der natürlichen Ressourcen. Der Brief verweist auch auf frühere Berichte des UN-Generalsekretärs, in denen die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit zwischen den Volksgruppen der Insel hervorgehoben wird.

Der Appell schließt mit einem Aufruf an die internationale Gemeinschaft, die Einrichtung eines Interaktionsmechanismus für Kohlenwasserstofffragen auf Zypern zu unterstützen, der nach Ansicht der Verfasser des Briefes eine gemeinsame und gleichberechtigte Verwaltung der Energieressourcen gewährleisten soll.

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