Türkei und die TRNZ bereiten eine Gaspipeline vor: Das Projekt soll bis 2028 fertiggestellt werden
Der Minister für Energie und natürliche Ressourcen der Türkei, A. Bayraktar, erklärte, dass das Projekt einer Gaspipeline zwischen der Türkei und der TRNZ voranschreite und als eines der wichtigsten Energieprojekte der Region gilt.
Nach seinen Angaben sollen die Ingenieurarbeiten an dem 97 Kilometer langen Abschnitt der Pipeline von Alanya zur TRNZ noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, während die vollständige Umsetzung des Projekts für 2028 vorgesehen ist. Bayraktar betonte, dass das Projekt nicht nur darauf abzielt, den Energiebedarf der TRNZ zu decken, sondern auch, den östlichen Mittelmeerraum stärker in den europäischen Energiemarkt zu integrieren.
Der Minister merkte an, dass die neue Infrastruktur künftig für den Transport von Erdgas aus möglichen neuen Vorkommen in der Region über die Türkei nach Europa genutzt werden könnte, unter anderem mithilfe eines Rückfluss-Systems.
Die Aussagen wurden in einer Sendung von A Haber nach dem Istanbuler Gipfel für natürliche Ressourcen INRES 2026 gemacht, bei dem globale Energieprojekte und die Zusammenarbeit zwischen Staaten erörtert wurden.
Bayraktar berichtete außerdem über ein paralleles Energie-Korridor-Projekt namens TANAP, das die Übertragung erneuerbarer Energie aus Aserbaidschan nach Europa über das Gebiet der Türkei vorsieht. Seinen Angaben zufolge bekunden bereits einzelne europäische Länder Interesse an dem Projekt, und die Arbeit an der Machbarkeitsstudie befindet sich in der Endphase.
«Ich hoffe, dass dies in naher Zukunft in ein zwischenstaatliches Abkommen übergeht, möglicherweise auf Ebene der Staatschefs», — sagte der Minister.
Darüber hinaus berichtete Bayraktar von einer Zunahme der Erdgasförderung im Schwarzen Meer. Seinen Schätzungen zufolge könnte die inländische Produktion nach Abschluss der dritten Entwicklungsphase im Jahr 2028 den Bedarf von bis zu 16–17 Millionen Haushalten decken. Er äußerte außerdem die Hoffnung auf neue Ergebnisse der Bohrarbeiten, einschließlich der Bohrung Eflani.
Das Projekt wird als Teil einer langfristigen Strategie zur Stärkung der Energiesicherheit und zur Erweiterung des Exportpotenzials der Region betrachtet.
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