Viehzüchter beklagen Gerstenmangel und Viehverluste in Nordzypern

Vertreter des Branchenverbandes protestierten vor dem Ministerium für Landwirtschaft und natürliche Ressourcen und erklärten einen kritischen Gerstenmangel im Land. Laut dem Gewerkschaftsvorsitzenden Adil Onal sind die Getreidevorräte vor 15 bis 20 Tagen ausgegangen, was zu Todesfällen und Fehlgeburten bei Kleinvieh geführt hat.
Er wies darauf hin, dass der monatliche Bedarf bei etwa 12.000 Tonnen liege, während die angekündigte Lieferung von 4.800 Tonnen unzureichend sei. Der Verband forderte die Genehmigung, Gerste aus Südzypern oder über private Unternehmen aus dem Ausland zu importieren.
Onal kritisierte auch das Projekt zum Import von Assaf-Schafen aus Spanien. Seiner Behauptung nach starben während des Imports und der Quarantäne 260 Tiere, was der Genossenschaft Verluste in Höhe von 24 Millionen Türkischen Lira einbrachte. Zudem hätten 51 Jungproduzenten Kredite für den Kauf der Tiere aufgenommen, die Milchproduktion habe jedoch noch nicht begonnen.
Der Verband erklärte, dass die Kosten für Futtermittel und andere Ressourcen um 200 % gestiegen seien, während die Subventionen unzureichend blieben. Zudem wird behauptet, dass kleine Erzeuger Schwierigkeiten bei der Milchabgabe haben.
Das Ministerium hat zu den Erklärungen bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
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