3 Mio. Euro für Fischer: Zypern stärkt die Unterstützung der Branche und der Küstengemeinden
Die zyperische Regierung hat seit 2023 rund 3 Mio. Euro zur Unterstützung der Fischer im Rahmen des Programms „Meer, Fischerei und Aquakultur“ bereitgestellt. Dies erklärte Landwirtschaftsministerin Maria Panayiotou während ihrer Rede auf dem Fischfestival in Polis Chrysochous.
Ihrem Bericht zufolge wurden in dieser Zeit 71 Fischereifahrzeuge modernisiert, um die Sicherheit zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Erstmals wurde eine 100-prozentige Subvention für kleine Küstenfischer eingeführt, ohne dass eine Eigenbeteiligung erforderlich ist. „Dies gibt denjenigen, die es am nötigsten haben, eine echte Chance, in ihren Beruf zu investieren“, betonte die Ministerin.
Zusätzliche Maßnahmen zielen darauf ab, das Einkommen der Fischer zu steigern. So wurde beispielsweise die Entschädigung für den Fang von Kugelfischen von 3 auf 4,73 Euro pro Kilogramm erhöht — 82 Fischer haben über 11 Kollektivgruppen bereits Unterstützung erhalten. Zudem wird ein jährliches Entschädigungsprogramm für durch Delfine verursachte Schäden gestartet, von dem etwa 300 Personen profitieren können.
Darüber hinaus sind rund 3 Mio. Euro für die Entwicklung von Aquakultur, Verarbeitung und Vermarktung von Produkten vorgesehen. Großprojekte im Wert von bis zu 45 Mio. Euro umfassen die Fischereikontrolle, Datenerhebung und Verbesserung der Meeresumwelt.
Besonderes Augenmerk gilt der Ökologie. Für 2026 ist die Verabschiedung neuer Regeln für den Umgang mit Kunststoffabfällen aus Fischereigeräten geplant, die eine Herstellerverantwortung einführen. Im Rahmen des Projekts LIFE IP CYzero WASTE werden in sechs Fischereihäfen, darunter Polis Chrysochous, spezielle Container zur Sammlung der Ausrüstung aufgestellt.
Laut Panayiotou sind alle Maßnahmen Teil der Strategie für „blaues Wachstum“, die Fischerei mit Tourismus, Wirtschaft und Umweltschutz verbindet.
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