Zyperns Wirtschaft unter Druck: Wachstumsverlangsamung verzeichnet
Der zusammengesetzte Frühindikator der Wirtschaft Zyperns (COEI) zeigte im April 2026 erneut einen Rückgang, was auf eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in naher Zukunft hinweist. Dies teilte das Zentrum für Wirtschaftsforschung der Universität Zypern mit.
Den veröffentlichten Daten zufolge sank der Index im Vergleich zum April des Vorjahres um 1,72 %. Damit setzte sich der negative Trend fort, der im März begonnen hatte, nachdem im Februar ein kurzzeitiger Anstieg verzeichnet worden war.
Experten führen die Verschlechterung der Kennzahlen auf die zunehmenden geopolitischen Spannungen und den äußeren wirtschaftlichen Druck zurück. Insbesondere verschlechterte sich das Wirtschaftsklima sowohl in der Eurozone als auch in Zypern, was sich negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirkte.
Ein weiterer Belastungsfaktor war der im April beschleunigte Anstieg der Preise für Brent-Öl. Negativ wirkte sich zudem der Rückgang des Touristenstroms aus. Nach Angaben von Analysten wurde der Tourismus durch Flugstreichungen und Sorgen im Zusammenhang mit einem möglichen Treibstoffmangel beeinträchtigt.
Trotzdem zeigen mehrere Wirtschaftssektoren weiterhin eine positive Dynamik. Ein Wachstum wurde bei der Stromerzeugung, bei Immobilientransaktionen, beim Einzelhandelsvolumen und bei der Nutzung von Bankkarten verzeichnet.
Ökonomen weisen darauf hin, dass die aktuellen Zahlen auf zunehmende Risiken für die Wirtschaft der Insel hindeuten, insbesondere vor dem Hintergrund der instabilen internationalen Lage und des anhaltenden Drucks auf den Energiesektor.
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