Strom auf Zypern bleibt einer der teuersten für die EU-Bevölkerung

Zypern belegte laut Eurostat-Daten für das zweite Halbjahr 2025 den neunten Platz unter den Ländern der Europäischen Union bei den Stromkosten für Haushaltskunden. Obwohl die Tarife auf der Insel nominal etwas unter dem EU-Durchschnitt liegen, ist die Belastung für die Haushalte unter Berücksichtigung der Kaufkraft höher als im europäischen Durchschnitt.
Der durchschnittliche Strompreis auf Zypern für Haushalte mit einem Verbrauch zwischen 2.500 und 4.999 Kilowattstunden pro Jahr betrug 0,2774 Euro pro kWh inklusive Steuern und Abgaben. Der EU-Durchschnitt erreichte 0,2896 Euro.
Nach Bereinigung um die Kaufkraft stieg der Preis auf Zypern jedoch auf 0,3037 Euro pro kWh und lag damit über dem EU-Durchschnitt von 0,2906 Euro. Dies bedeutet, dass die Stromkosten einen spürbareren Druck auf die Budgets zyprischer Familien ausüben.
Die höchsten Tarife in der EU wurden in Irland, Deutschland und Belgien verzeichnet. Der günstigste Strom findet sich in Ungarn, Malta und Bulgarien.
Gemessen an der Kaufkraft bleibt die Belastung für die Einwohner Rumäniens, Tschechiens und Polens am schwersten. Zypern landete in diesem Ranking ebenfalls unter den Top-10-Ländern mit den höchsten Stromkosten für die Bevölkerung.
Griechenland belegte bei den Nominalpreisen den 18. Platz und bei den kaufkraftbereinigten Kosten den 12. Platz und blieb damit etwas günstiger als Zypern.
Die Eurostat-Statistiken unterstreichen erneut das Problem der hohen Stromkosten auf der Insel, die weiterhin einer der Schlüsselfaktoren für den Druck auf die Haushalte und die Inflationsrate sind.

