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EU einigt sich auf neue Beschränkungen für die Nutzung von KI zur Erstellung illegaler Inhalte

07.05.2026 / 12:22
Nachrichtenkategorie

Der zyprische Ratsvorsitz der EU und das Europäische Parlament haben eine vorläufige Einigung über ein neues Regelwerk zur Anwendung von künstlicher Intelligenz erzielt. Eine der Kernbestimmungen des Dokuments ist das Verbot, KI für die Erstellung sexualisierter Inhalte ohne Zustimmung der betroffenen Person sowie von Materialien im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern zu verwenden.

Der Vorschlag ist Teil des Legislativpakets „Omnibus 7“, das wiederum Teil eines umfassenderen Programms der Europäischen Union zur Vereinfachung der Regulierung und digitalen Modernisierung ist. Brüssel ist der Ansicht, dass die neuen Maßnahmen gleichzeitig die administrative Belastung für Unternehmen senken und den Schutz der Bürger im digitalen Bereich stärken werden.

Die zyprische Vizeministerin für europäische Angelegenheiten, Marilena Raouna, bezeichnete die erzielte Einigung als einen wichtigen Schritt für die gesamte EU. Ihr zufolge werden die neuen Regeln für mehr Rechtssicherheit und eine einheitliche Anwendung der Rechtsvorschriften in den Mitgliedstaaten sorgen sowie die digitale Souveränität Europas stärken. Sie betonte zudem, dass besonderes Augenmerk auf den Schutz von Kindern vor den mit KI-Technologien verbundenen Risiken gelegt wurde.

Die EU-Behörden weisen darauf hin, dass die Einigung das erste praktische Ergebnis der Roadmap „Ein Europa, ein Markt“ ist, die in Nikosia während eines informellen Gipfels der europäischen Staats- und Regierungschefs unterzeichnet wurde. Das Dokument wurde vom zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulidis, der Präsidentin der Europäischen Kommission und der Präsidentin des Europäischen Parlaments vereinbart.

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