EU-Kommission stellt Plan zur Senkung der Energiekosten für Bürger und Unternehmen vor
Die Europäische Kommission hat ein neues Maßnahmenpaket zur Senkung des Energieverbrauchs und der Kosten für Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in den EU-Ländern vorgelegt. Die Initiative ist Teil des Programms AccelerateEU und wurde auf einem informellen Treffen der EU-Energieminister in Nikosia vorgestellt.
Wie der EU-Kommissar für Energie und Wohnungsbau, Dan Jørgensen, erklärte, zielen die Maßnahmen darauf ab, die Verbraucher angesichts der anhaltenden Energiekrise und der Instabilität im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten zu unterstützen.
Der Plan sieht drei Hauptrichtungen vor: Schutz der Verbraucher und der Industrie bei gleichzeitiger Beibehaltung der Ziele des „grünen“ Übergangs, sofortige Energieeinsparungen und Beschleunigung der Einführung sauberer Technologien sowie Förderung von Investitionen in die Energieeffizienz.
Nach Schätzungen der EU-Kommission wird eine beschleunigte Umsetzung bestehender EU-Vorschriften den jährlichen Erdgasverbrauch um 10 bis 15 Milliarden Kubikmeter und den Erdölverbrauch um 15 bis 20 Millionen Tonnen Rohöleinheiten senken.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören Energiegutscheine für schutzbedürftige Familien, Senkung der Stromsteuern, Unterstützung von Energiegemeinschaften, Modernisierung von Wohnraum, Installation intelligenter Zähler, Entwicklung von Energiespeichersystemen und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien unter Einsatz digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz.
Besonderes Augenmerk gilt Programmen zum Austausch energieintensiver Haushaltsgeräte. Als erfolgreiches Beispiel nannte die EU-Kommission Zypern, wo bereits 2021 ein Förderprogramm für den Kauf energieeffizienter Haushaltsgeräte für schutzbedürftige Haushalte gestartet wurde.
Ebenfalls auf der Liste stehen Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität, von Wärmepumpen und zur Stärkung der Energieverbundnetze zwischen den EU-Ländern.
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