Frankreich hat die Auslieferung von Behdad Jafari endgültig abgelehnt

Der Oberste Gerichtshof Frankreichs hat die Auslieferung des 39-jährigen Unternehmers Behdad Jafari auf Antrag der Behörden der Republik Zypern endgültig abgelehnt. Die Entscheidung ist rechtskräftig und nicht anfechtbar.
Zuvor war Jafari am Flughafen Nizza nach seiner Ankunft mit einem Flug aus Istanbul festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte auf Grundlage eines von Nikosia ausgestellten Haftbefehls. Ihm wurde vorgeworfen, an der Bebauung von Grundstücken im Norden Zyperns beteiligt gewesen zu sein, die nach Ansicht der zyprischen Behörden vor 1974 griechischen Zyprioten gehörten.
Der Fall steht im Zusammenhang mit dem Bauunternehmen Isatis, das Jafari 2015 gründete und das in der Region Famagusta tätig war — unter anderem in Ayios Sergios, Trikomo und Akanthou. Gleichzeitig wurde offiziell nicht bestätigt, ob tatsächlich auf umstrittenem Land gebaut wurde.
Bekannt ist, dass Jafari iranischer Herkunft ist und im Mai 2023 einen Pass der nicht anerkannten TRNZ erhielt. Später beantragte er über die französische Botschaft in Ankara ein französisches Visum mit Mehrfacheinreise.
Der Vorsitzende des Bauunternehmerverbandes, Jafer Gürcafer, erklärte, dass bis zu 85 % der Grundstücke im Norden Zyperns rechtliche Risiken aufweisen, und warf den TRNZ-Behörden vor, Unternehmer international nicht ausreichend zu schützen.
Er verglich die Situation auch mit dem Fall des israelischen Geschäftsmannes Shimon Aikut, der zuvor seine Schuld in Dutzenden von Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem Verkauf griechisch-zyprischen Eigentums eingeräumt hatte. Laut Gürcafer bleiben solche Beschuldigten „ohne Unterstützung“.
Der Fall Jafari ist Teil einer Reihe internationaler Ermittlungen im Zusammenhang mit der Nutzung oder Bebauung von Immobilien, die vor 1974 griechischen Zyprioten gehörten. In den letzten Jahren wurden in ähnlichen Fällen Staatsbürger Ungarns und Deutschlands verurteilt.
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