Kasinos in Zypern von 10.000-Euro-Bargeldlimit ausgenommen
Das zypriotische Parlament hat das Bargeldlimit von 10.000 Euro für Kasinos aufgehoben. Die Maßnahme wurde mit 25 Ja-Stimmen, 17 Gegenstimmen und einer Enthaltung verabschiedet.
Nach dem neuen Gesetz müssen Besucher, die große Bargeldbeträge zum Glücksspiel nach Zypern bringen, diese bei der Einreise deklarieren. Kasinos sind verpflichtet, diese Deklaration vor Annahme der Zahlung zu überprüfen.
Während der Parlamentsdebatte wiesen Abgeordnete darauf hin, dass die im Dezember eingeführte Bargeldgrenze Zypern benachteilige, da wohlhabende Spieler stattdessen Kasinos im Norden des Landes bevorzugten, wo es keine solchen Beschränkungen gibt. Befürworter argumentieren, dass die Aufhebung des Limits wertvolle Touristen halten und die legale Glücksspielbranche stärken könnte.
„Ob es uns gefällt oder nicht – High-Roller bevorzugen Bargeld. Wenn wir das nicht erlauben, bringen sie ihr Geld woanders hin“, sagte Nikolas Papadopoulos, Vorsitzender der Demokratischen Partei (DIKO).
Gegner warnten, die Maßnahme könne Geldwäsche begünstigen.
Befürworter sehen hingegen ein wirtschaftliches Wachstum, auch wenn Kritiker darauf hinweisen, dass die EU eingreifen und strengere Vorschriften durchsetzen könnte.

Sie könnten auch interessiert sein an:
- Betrüger erbeuteten fast 25.000 Euro per falschem Anruf wegen angeblichen Konto-„Hacks“
- Auf Zypern wurde ein Waffenlieferkanal aufgedeckt: Die Polizei brachte neue Funde mit einem Versteck in Engomi in Verbindung
- Famagusta startet groß angelegte Kampagne zur Rettung der Tourismussaison
- Britische Stützpunkte verschärften die Kontrollen gegen das illegale Training von Jagdhunden
- Limassol empfängt die EU-Außenminister: Im Fokus stehen die Ukraine und die Sicherheit Europas

