Möglicher Terroranschlag auf Zypern verhindert: Ermittlungen im Fall zweier Palästinenser werden ausgeweitet
Die Polizei Zyperns führt weiterhin umfangreiche Ermittlungen, nachdem in Larnaka zwei Palästinenser im Alter von 32 und 38 Jahren festgenommen wurden, die verdächtigt werden, terroristische Handlungen vorbereitet zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Operation mögliche Anschläge auf dem Gebiet der Republik verhindert haben könnte.
Nach Angaben des Larnakaer Kriminalamts wurden in zwei Objekten — einem Haus im Gebiet Governor’s Beach und einer Wohnung im Stadtteil Kamares — chemische Substanzen und Materialien gefunden, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden können. Zu den Funden gehörten unter anderem Ammoniumnitrat und weitere chemische Komponenten.
Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf mehrere Richtungen zugleich. Die Polizei klärt, ob die Verdächtigen im Rahmen eines größeren Netzwerks gehandelt haben, und versucht außerdem, die Herkunft der Chemikalien zu ermitteln. Nach vorläufigen Informationen könnte ein Teil der Substanzen auf dem zyprischen Markt erworben worden sein.
Alle gefundenen Materialien werden nun untersucht. Spezialisten werden die genaue Zusammensetzung der chemischen Substanzen bestimmen und prüfen, ob DNA weiterer möglicher Beteiligter vorhanden ist.
Der 32-jährige Verdächtige lebte mit seiner Familie legal auf Zypern in einer Wohnung im Stadtteil Kamares. Der zweite Festgenommene, ein 38-jähriger Mann, hielt sich mutmaßlich illegal auf der Insel auf und gelangte nach Erkenntnissen der Ermittler über den nördlichen Teil der Insel auf das Gebiet der Republik Zypern.
Beide Männer standen mehrere Tage unter polizeilicher Beobachtung und wurden im Rahmen einer Spezialoperation festgenommen. Das Gericht genehmigte ihre Untersuchungshaft für acht Tage.
Dies ist nicht der erste derartige Fall auf Zypern. Im Jahr 2015 wurde in Larnaka ein mit der «Hisbollah» verbundener libanesischer Staatsbürger festgenommen, bei dem mehr als acht Tonnen Ammoniumnitrat entdeckt wurden. Damals sprach die Ermittlungsbehörde von Vorbereitungen für Angriffe auf ausländische Ziele auf der Insel.
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