Zypern versichert, dass elektronische EU-Rezepte keine Arzneimittelengpässe verursachen werden
Die Nationale Agentur für elektronische Gesundheit der Republik Zypern hat erklärt, dass die Einführung des europäischen Systems für grenzüberschreitende elektronische Verschreibungen, MyHealth@EU, keine Bedrohung für die Verfügbarkeit von Medikamenten auf der Insel darstellt.
Die Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund von Bedenken, die zuvor vom Pharmazeutischen Verband Zyperns hinsichtlich der möglichen Auswirkungen des Systems auf den Pharmamarkt des Landes geäußert wurden.
Die Agentur betonte, dass der Mechanismus für die grenzüberschreitende Abgabe von Medikamenten keine neue Praxis sei. Er funktioniert im Rahmen der europäischen Richtlinie 2011/24/EU, die es EU-Bürgern ermöglicht, medizinische Versorgung zu erhalten und Medikamente in anderen Mitgliedstaaten zu erwerben.
Wie angemerkt wurde, besteht der Hauptunterschied des aktuellen Systems in der Nutzung der modernen digitalen Plattform MyHealth@EU, die einen sicheren Austausch medizinischer Informationen zwischen den EU-Ländern gewährleistet.
Die Behörde erklärte, dass das neue System es Ärzten und Apothekern ermöglicht, bereits ausgestellte und eingelöste Rezepte eines Patienten in seinem Wohnsitzland einzusehen. Dies hilft, Doppelverschreibungen zu reduzieren und trägt zu einer rationelleren Verwendung von Medikamenten bei.
Die Nationale Agentur betonte zudem, dass die Verantwortung für die Verschreibung von Medikamenten weiterhin beim behandelnden Arzt liegt.
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