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Oceana fordert Zypern auf, die Kontrolle über Schiffe unter „Billigflaggen“ zu verstärken

12.05.2026 / 14:43
Nachrichtenkategorie

Die internationale Meeresschutzorganisation Oceana hat Verbindungen zwischen zyprischen Unternehmen und Fischereifahrzeugen aufgedeckt, die in Ländern mit laxer Regulierung registriert sind. In diesem Zusammenhang forderte die Organisation die zyprischen Behörden auf, die Kontrollen zu verschärfen und die Aktivitäten von Unternehmen zu prüfen, die Schiffe außerhalb der Europäischen Union besitzen.

Laut dem veröffentlichten Bericht stehen zyprische Interessen in Verbindung mit Schiffen, die unter anderem in Belize und Äquatorialguinea registriert sind. Nach Ansicht von Oceana kann eine unzureichende Aufsicht in diesen Rechtsordnungen illegale Fischerei begünstigen und die Grundsätze des fairen Wettbewerbs in der Branche untergraben.

Die Organisation weist auf einen gravierenden Mangel an Transparenz bei den Eigentumsverhältnissen von Schiffen hin. Oceana ist der Ansicht, dass bestehende Gesetzeslücken es ermöglichen, die tatsächlichen Eigentümer zu verbergen und Aktivitäten fortzusetzen, die mit dem Risiko von Verstößen gegen internationale Fischereivorschriften verbunden sind.

„Transparenz beim Schiffseigentum ist der Schlüssel zur Einhaltung von Fischereivorschriften und zur Gewährleistung gleicher Wettbewerbsbedingungen für gesetzestreue Unternehmen“, heißt es in der Erklärung der Organisation.

Nach Angaben von Oceana wurden mindestens 105 Schiffe identifiziert, die Verbindungen zu EU-Ländern haben und in 20 Hochrisikostaaten registriert sind. Dabei verfügt fast ein Drittel von ihnen über eine Genehmigung für den Export von Produkten in die Länder der Europäischen Union.

Die Organisation forderte die zyprischen Behörden und die europäischen Institutionen auf, dringende Maßnahmen zu ergreifen, um die Kontrollen zu verstärken, Gesetzeslücken zu schließen und für Transparenz im Fischereisektor zu sorgen.

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