Die Familie einer 72-jährigen Patientin hat das Krankenhaus von Larnaka nach ihrem Tod wegen Fahrlässigkeit beschuldigt

Eine offizielle Beschwerde wurde an den Gesundheitsminister, den Generaldirektor von OAY und den Exekutivdirektor von OKYP wegen der Krankenhausaufnahmebedingungen im Allgemeinen Krankenhaus Larnaka eingereicht. Anlass war der Tod der 72-jährigen Konstantina Nikolaou, die in der Nacht des 18. Januar 2026 verstarb.
Nach Angaben der Familie wurde die Frau am 17. Januar gegen 16:00 Uhr mit schwerer Erkrankung im Zusammenhang mit COVID-19 ins Krankenhaus gebracht. Die Angehörigen behaupten, dass die Patientin etwa fünf Stunden auf eine ärztliche Untersuchung warten musste, trotz ihres ernsten Zustands. Anschließend wurde ihr eine vorläufige Diagnose „Sepsis“ gestellt und sie auf die Abteilung für Infektionskrankheiten verlegt.
Die Familie weist darauf hin, dass das Krankenhaus an diesem Abend aufgrund eines Schusswaffen-Vorfalls in der Stadt unter erhöhtem Druck arbeitete. Ihrer Ansicht nach hätte dies jedoch die Qualität der Pflege anderer Patienten nicht beeinträchtigen dürfen.
Die Angehörigen geben an, dass der diensthabende Arzt ihnen den stabilen Zustand der Frau versichert und erklärt habe, dass es nicht nötig sei, an ihrer Seite zu bleiben. Später kontaktierten sie die Aufnahmeabteilung, um an die regelmäßigen Medikamente zu erinnern, die die Patientin erhalten sollte. Man teilte ihnen mit, dass die Medikamente verabreicht würden.
Um 03:51 rief die Tochter der Frau erneut im Krankenhaus an und erhielt die Antwort, dass „alles in Ordnung“ sei. Doch um 04:17 wurde der Familie der Tod der Patientin durch Herzstillstand mitgeteilt.
In der Beschwerde stellen die Angehörigen mehrere Fragen: Wurde die Patientin kontinuierlich überwacht, funktionierte die Überwachungsgeräte für die Vitalwerte und wurden Wiederbelebungsmaßnahmen rechtzeitig durchgeführt? Sie behaupten auch, dass sie bei der Ankunft im Krankenhaus feststellten, dass die Medikamente nicht verabreicht wurden und eine Wasserflasche neben der Patientin ungeöffnet blieb.
Die Familie fordert eine sofortige und vollständige Untersuchung des Vorfalls, Verstärkung des Krankenhauspersonals und Garantien, dass Patienten nicht ohne angemessene Überwachung zurückgelassen werden. Ihrer Ansicht nach stellen die aktuellen Bedingungen eine Bedrohung für das Leben der Menschen dar.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag keine offizielle Reaktion der Krankenhausleitung vor.
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