Cyprus, Nicosia

Bußgeld bis zu 1000 Euro: Zypern verschärft Regeln bei Bagatellunfällen

01.05.2026 / 20:55
Nachrichtenkategorie

Seit dem 1. Mai 2026 sind auf Zypern neue Verhaltensregeln für Autofahrer bei geringfügigen Verkehrsunfällen in Kraft getreten. Die Weigerung, ein Fahrzeug von der Fahrbahn zu entfernen, wenn keine Sicherheitsgefahr besteht, kann nun mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden.

Wie die Zeitung Kathimerini berichtet, zielt die Neuerung darauf ab, Staus zu bekämpfen, die oft schon durch kleine Unfälle entstehen. Zuvor ließen Fahrer ihre Fahrzeuge häufig auf der Straße stehen, während sie auf die Polizei zur Protokollaufnahme warteten, was den Verkehr lahmlegte.

Gemäß dem neuen Gesetz sind Unfallbeteiligte verpflichtet, nach Möglichkeit die Fahrbahn umgehend freizumachen und den Vorfall später zu melden – über Versicherungsgesellschaften oder Online-Dienste.

Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Fahrern selbst. Ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro droht auch Personen, die Unfallbeteiligte überreden oder zwingen, ihre Fahrzeuge nicht zu entfernen, oder deren Versetzung behindern.

Diese Regel gilt jedoch nur in Fällen, in denen das Fahrzeug sicher bewegt werden kann. Wenn eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer besteht oder das Fahrzeug schwere Schäden erlitten hat, müssen die Wagen bis zum Eintreffen der Polizei an Ort und Stelle bleiben.

Die Verkehrspolizei wurde bereits angewiesen, die Einhaltung der neuen Normen streng zu kontrollieren. Es wird erwartet, dass die Änderungen dazu beitragen, Staus erheblich zu reduzieren und die Kapazität der Straßen zu erhöhen.

Das Gesetz wurde am 2. April 2026 vom zyprischen Parlament verabschiedet und trat heute in Kraft.

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