Cyprus, Nicosia

Preise unter Kontrolle: Zyprische Behörden sehen keinen Grund für Preisobergrenzen bei Lebensmitteln und Kraftstoffen

27.04.2026 / 17:50
Nachrichtenkategorie

Die zyprischen Behörden planen keine Einführung von Preisobergrenzen für Lebensmittel und Kraftstoffe, da der aktuelle Preisanstieg begründet bleibt. Dies erklärte Aliki Iordanou, Leiterin der Wettbewerbsabteilung des Verbraucherschutzdienstes.

Ihren Angaben zufolge verteuerten sich im März 33 von 45 Kategorien grundlegender Güter im Vergleich zum Februar, während 12 Kategorien einen Rückgang verzeichneten. Acht davon wurden auch im Jahresvergleich günstiger. Insgesamt belief sich die Inflation auf 1,2 % — einer der niedrigsten Werte in der Europäischen Union.

Iordanou betonte, dass Lieferanten und Supermärkte den Preisanstieg eindämmen und der Wettbewerb durch das Instrument des „elektronischen Warenkorbs“ (e-kalathi) gestärkt wird. Verbraucher vergleichen Angebote aktiv, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübt und zur Stabilisierung der Warenpreise beiträgt.

Auch beim Kraftstoff sehen die Behörden keinen Grund zum Eingreifen. Der Preisanstieg wird durch die gestiegenen Rohstoffkosten auf den internationalen Märkten erklärt. Der Dienst überwacht die gesamte Kette — vom Import bis zum Einzelhandel — und analysiert Lieferungen aus Griechenland und Israel sowie Einkaufsvolumina und -fristen. Die Einführung einer Preisobergrenze ist nur bei unbegründeten Steigerungen möglich, wofür es derzeit jedoch keine Anzeichen gibt.

Marktvertreter bestätigen die Stabilität der Situation. Andreas Hadjiadamou, Exekutivsekretär des Supermarktverbandes, stellte fest, dass derzeit keine abrupten Preissprünge außerhalb saisonaler Schwankungen zu beobachten sind. Ihm zufolge wird nach der Osterzeit traditionell ein Rückgang der Verbraucheraktivität verzeichnet, was als normaler Zyklus gilt.

Trotz globaler wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt die Preissituation auf Zypern somit unter Kontrolle, und die Behörden setzen weiterhin auf Marktmechanismen und Transparenz statt auf direkte Regulierung.

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