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In Limassol wird eine neue Entsalzungsanlage für 80 Mio. Euro zum Schutz vor Dürre gebaut

18.05.2026 / 09:31
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Die Republik Zypern beginnt mit der Umsetzung eines großen Infrastrukturprojekts, das die Wassersicherheit von Limassol erheblich stärken soll. Dabei handelt es sich um den Bau einer neuen permanenten Entsalzungsanlage in der Region Monagroulli, die täglich bis zu 60.000 Kubikmeter Trinkwasser produzieren kann.

Das Landwirtschaftsministerium hat bereits einen Vorschlag zur Genehmigung der Enteignung eines Grundstücks von über 45.000 Quadratmetern eingereicht, das für den Bau der Anlage benötigt wird. Nach Schätzungen der Katasterbehörde wird die Entschädigung für die Landeigentümer etwa 1,46 Millionen Euro betragen.

Die künftige Anlage wird in der Nähe der bestehenden Wasseraufbereitungsanlage von Limassol errichtet. Die Gesamtkosten für den Bau werden auf 80 Millionen Euro geschätzt. Das Projekt wird im Rahmen eines öffentlich-privaten Partnerschaftsmodells realisiert: Ein privater Investor übernimmt den Bau und wird die Anlage anschließend 25 Jahre lang betreiben und warten.

Gemäß dem Zeitplan der Wasserentwicklungsbehörde soll die Ausschreibung für den Bau im Jahr 2027 nach Abschluss aller Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsstudien bekannt gegeben werden. Die vollständige Inbetriebnahme der Anlage wird für 2029 erwartet.

Das Hauptziel des Projekts — Limassol angesichts zunehmender Dürren und sinkender Stausee-Bestände eine stabile Wasserquelle zu bieten. Nach Fertigstellung des Baus werden die Stadt und die umliegenden Gebiete eine zuverlässige und langfristige Lösung für das Problem der Wasserversorgung erhalten.

Gleichzeitig stärkt Zypern seine Wasserressourcen bereits durch mobile Entsalzungsanlagen. Seit letztem Jahr sind Anlagen in Moni und Kissonerga in Betrieb, die zusätzliche Wassermengen für den Bedarf der Bevölkerung bereitstellen.

Die Behörden bezeichnen das Projekt in Monagroulli als einen der wichtigsten Schritte in der Strategie des Landes zur Anpassung an den Klimawandel und zum Schutz vor Wasserknappheit in den kommenden Jahrzehnten.

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