KKTC-Behörden melden Schutz des in Limassol entführten Kindes
Die Behörden der KKTC haben erklärt, dass der zweijährige Junge, der letzte Woche von seinem Vater aus Limassol in den Norden der Insel gebracht wurde, unter staatlichem Schutz steht. Dies teilte der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Oğuzhan Hasipoğlu, mit.
Nach Angaben des Ministers hat das Gericht nach einer Lagebeurteilung durch Experten des Sozialamtes und unter Berücksichtigung des „Wohls des Kindes“ beschlossen, den Jungen unter staatliche Obhut zu stellen. In der KKTC wird versichert, dass das Kind bereits medizinisch untersucht wurde und sein körperlicher sowie psychischer Zustand unter ständiger Kontrolle von Fachleuten steht.
Hasipoğlu betonte, dass die Sicherheit von Kindern für die Behörden oberste Priorität habe, und versicherte, dass das Ministerium weiterhin alles tun werde, um dem Kind ein sicheres Umfeld zu bieten.
Der Vorfall löste auf beiden Seiten der Insel großes öffentliches Aufsehen aus. Nach Angaben der Polizei der Republik Zypern hatte der Vater des Kindes, ein Bürger türkischer Herkunft, den Jungen nach einem Konflikt mit der Mutter illegal aus dem von der Republik kontrollierten Gebiet gebracht. Zuvor liefen gegen den Mann in der Republik Zypern bereits Ermittlungen wegen Gewalt- und Drogendelikten.
Die Mutter des Kindes richtete über die sozialen Medien einen emotionalen Hilferuf an die Öffentlichkeit und erklärte, ihr Sohn sei bereits zum zweiten Mal entführt worden. In der Republik Zypern wird der Fall als schwere Verletzung des Sorgerechts und illegale Verbringung eines Minderjährigen über die Demarkationslinie der Insel behandelt.
Solche Fälle von Kindesentführung durch Elternteile sind in Zypern vergleichsweise selten, kommen jedoch in gemischten Familien gelegentlich vor, insbesondere vor dem Hintergrund der rechtlichen Komplexität zwischen den beiden Teilen der Insel.
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