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Wohnungskrise in Europa verschärft sich: Mieten werden für Arbeitnehmer unbezahlbar

09.05.2026 / 10:08
Nachrichtenkategorie

Die Wohnungskrise in den Ländern der Europäischen Union verschärft sich zunehmend. Steigende Immobilienpreise und rasant wachsende Mieten bei gleichzeitig langsamem Lohnwachstum verstärken die sozialen Spannungen und gefährden die Bezahlbarkeit von Wohnraum für Bürger mit mittlerem und niedrigem Einkommen.

Besonders besorgniserregend ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, der bereits zu einem der Hauptprobleme in europäischen Hauptstädten geworden ist. Experten und Gewerkschaftsvertreter fordern die Behörden auf, gemeinsam mit dem Privatsektor dringend Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln, um Wohnraum für die Bevölkerung erschwinglicher zu machen.

Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) forderte eine gleichzeitige Erhöhung der Löhne und ein vorübergehendes Einfrieren der Mieten. Anlass war eine Studie des Europäischen Gewerkschaftsinstituts, die zeigte, dass die Miete für eine Zweizimmerwohnung in den EU-Hauptstädten im Durchschnitt die Mindestlohnspanne um 218 Euro pro Monat übersteigt.

Die schwierigste Situation ist in Prag, Lissabon und Dublin zu beobachten, wo die Miete den Mindestlohn um mehr als 700 Euro übersteigt. In Athen, Bratislava, Budapest und Valletta beträgt die Lücke über 400 Euro. In Nikosia erreicht die Miete für eine Zweizimmerwohnung laut der Studie 85 % des Mindestlohns.

Das Problem betrifft nicht nur die Hauptstädte. Im Durchschnitt der EU-Länder macht die Wohnungsmiete etwa 42 % des Mindesteinkommens der Arbeitnehmer aus. In einer Reihe von Staaten, darunter Malta, Irland, die Niederlande, Luxemburg und Estland, sind Geringverdiener gezwungen, mehr als die Hälfte ihres Gehalts für die Miete auszugeben.

Gewerkschaften warnen, dass die Situation ohne dringende Maßnahmen zu einer weiteren Zunahme der sozialen Ungleichheit und einer verstärkten wirtschaftlichen Instabilität in Europa führen könnte.

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