Ökonom: Die TRNZ ist zu einem der teuersten Gebiete Europas geworden
Der Wirtschaftsprüfer Aydın Soyer erklärte, dass die Einwohner der TRNZ trotz des formal hohen Mindestlohns aufgrund der rasant steigenden Lebenshaltungskosten weiterhin an Kaufkraft verlieren. Ihm zufolge sind heute viele Waren und Dienstleistungen in der Republik Zypern billiger als im Norden der Insel.
In einer Sendung des Fernsehsenders tv2020 wies Soyer darauf hin, dass die Wirtschaft zwar ein Wachstum aufweist, die Bevölkerung jedoch keine Verbesserung ihres Wohlstands spürt. Als Hauptgründe nannte er die sich vertiefende Einkommensungleichheit und die hohen Preise.
„Wir liegen beim Mindestlohn EU-weit an dritter Stelle, sind aber gleichzeitig das teuerste Land. Ein hoher Lohn bedeutet nichts, wenn sich die Menschen grundlegende Güter und Dienstleistungen nicht leisten können“, so der Experte.
Laut Soyer sind viele Produkte, Dienstleistungen und tägliche Ausgaben in der Republik Zypern heute deutlich niedriger als im Norden. Er betonte, dass das Problem der hohen Lebenshaltungskosten bereits zu einem sozialen Problem geworden sei.
Der Ökonom kritisierte auch den Einfluss der Wahlperiode auf die Wirtschaft und merkte an, dass sich die Arbeit des Staatsapparats während der Wahlen verlangsamt und die Umsetzung wichtiger Projekte verschoben wird. Seiner Meinung nach sollten sich die Behörden auf den Abschluss von Infrastruktur- und Investitionsprogrammen konzentrieren, die den Lebensstandard der Bevölkerung erhöhen können.
Soyer räumte ein, dass die Inflation im Jahr 2026 zu sinken begonnen hat und die Arbeitslosenquote eine positive Dynamik zeigt. Er glaubt jedoch, dass der Staat die Finanzkontrolle und die Sparmaßnahmen verschärfen muss, insbesondere in den Bereichen Kryptowährungen und Glücksspiel, wo die Regulierung seiner Meinung nach unzureichend bleibt.
Der Experte betonte, dass das Wirtschaftswachstum nicht nur anhand von Statistiken bewertet werden sollte. „Die Kernfrage ist, ob die Menschen eine Verbesserung ihres Lebens spüren. Bisher ist das nicht der Fall“, erklärte er.
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