Im House of Lords wurde erneut über Zypern gesprochen: Ein britischer Lord beschuldigte die Republik Zypern des Scheiterns der Verhandlungen
Im britischen House of Lords wurde erneut das Thema der Zypernregelung aufgegriffen. Der Vertreter der Liberal-Demokraten, Lord John Sharkey, erklärte während der Debatte über die Königliche Ansprache, dass die Position der griechisch-zyprischen Seite die Ursache für das Scheitern der Friedensinitiativen auf der Insel in den vergangenen Jahrzehnten sei.
In seiner Rede erinnerte Lord Sharkey daran, dass Zypern seit mehr als 50 Jahren geteilt ist und zahlreiche Versuche, die Insel zu vereinen, nicht zum Erfolg geführt haben. Seinen Worten zufolge war insbesondere der Abbruch der Verhandlungen in Crans-Montana vor etwa neun Jahren schmerzhaft, als die griechisch-zyprische Seite, wie der britische Politiker betonte, den Prozess im letzten Moment verließ.
Sharkey hob hervor, dass Großbritannien als Garantiemacht und ehemalige Kolonialmacht weiterhin eine wichtige Rolle in der Zypernfrage spielt. Er lenkte zudem die Aufmerksamkeit auf die internationale Isolation der TRNZ und die wirtschaftlichen Beschränkungen, mit denen die türkischen Zyprer konfrontiert sind.
Separat erwähnte der britische Lord den Präsidenten der TRNZ, Tufan Erhürman, und zitierte dessen jüngste Erklärung, dass es unmöglich sei, eine Lösung der Zypernfrage zu finden, ohne die Existenz des türkisch-zyprischen Volkes anzuerkennen.
Laut Sharkey haben die Lage im Nahen Osten und die zunehmenden regionalen Spannungen das Interesse an einer Wiederaufnahme der Verhandlungen erneut verstärkt. Er erinnerte daran, dass sowohl UN-Generalsekretär António Guterres als auch der griechisch-zyprische Führer Nikos Christodoulidis zuvor erklärt hatten, dass eine Rückkehr zum Dialog notwendig sei.
Der Lord verwies außerdem auf die Haltung der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, die die Erreichung einer gerechten und nachhaltigen Lösung der Zypernfrage als Priorität für die Europäische Union bezeichnet hatte.
Zum Abschluss seiner Rede erklärte Sharkey, dass die derzeitigen geopolitischen Veränderungen neue Möglichkeiten schaffen könnten, den Verhandlungsprozess voranzubringen und einen Kompromiss zwischen den Seiten zu finden.
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