Inflation in der Türkei beschleunigt sich: April bringt Preisanstieg von 4,62 %
In der Türkei wurde eine erneute Beschleunigung der Inflation verzeichnet: Nach Angaben des türkischen Statistikinstituts stiegen die Lebenshaltungskosten im April im Vergleich zum März um 4,62 %. Seit Jahresbeginn erreichte die Inflation 12,02 %, auf das Jahr gerechnet betrug sie 38,15 %, was den anhaltenden Druck auf die Verbraucherpreise widerspiegelt. Ökonomen weisen darauf hin, dass der Anstieg ein breites Spektrum an Waren und Dienstleistungen abdeckt und sowohl die täglichen Ausgaben als auch den Freizeitbereich betrifft.
Der höchste monatliche Preisanstieg wurde in der Kategorie „Unterhaltung und Kultur“ mit 9,77 % verzeichnet. Es folgen Restaurants und Hotels (7,12 %), Bekleidung und Schuhe (7,07 %), Bildung (6,92 %) und Verkehr (5,32 %). Selbst Grundkategorien wie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke verzeichneten einen Anstieg von 3,47 %, was den Druck auf die Haushalte erhöht.
Insgesamt stiegen die Preise für 497 der im Index enthaltenen Waren und Dienstleistungen, während nur bei 97 Positionen ein Rückgang verzeichnet wurde. Am auffälligsten waren die Preissprünge bei der Miete für Fußballplätze (fast eine Verdoppelung), Dienstleistungen zur Messung von Fahrzeugemissionen und Schwimmbadbesuchen. Gleichzeitig wurde bei einzelnen Gemüsesorten, darunter grüne Bohnen, Auberginen und Gurken, eine deutliche Verbilligung beobachtet.
Experten betonen, dass die unterschiedliche Preisdynamik auf den Einfluss saisonaler Faktoren hindeutet, der allgemeine Trend jedoch inflationär bleibt. Am stärksten ist der Preisanstieg im Dienstleistungssektor zu spüren, was mit steigenden Unternehmenskosten zusammenhängen könnte. Angesichts der anhaltenden Inflation steht die Kaufkraft der Bevölkerung weiterhin unter Druck.

