Präsident der TRNC fliegt nach Gambia
Der Präsident der TRNC, Ersin Tatar, hat am Vortag die Insel verlassen und ist nach Gambia geflogen. Das Oberhaupt Nordzyperns wird am 15. Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Organisation für Islamische Zusammenarbeit teilnehmen.
Der Führer der türkischen Zyprioten flog gestern um 15.55 Uhr vom Flughafen Ercan in die gambische Hauptstadt Banjul. Es wird erwartet, dass Ersin Tatar eine Rede vor den Gipfelteilnehmern, Staats- und Regierungschefs halten wird.
Insbesondere wird der Präsident der Türkisch-Zyprischen Republik um die Unterstützung der Mitgliedsstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit bitten, "um der unmenschlichen Isolationspolitik der griechisch-zyprischen Führung gegenüber dem türkisch-zyprischen Volk ein Ende zu setzen."
Im Rahmen des Gipfels wird Ersin Tatar seine Amtskollegen auch über den aktuellen Stand der Zypernfrage informieren.
Neben hochrangigen bilateralen Treffen wird das nordzyprische Staatsoberhaupt auch verschiedenen Medien Interviews geben. Während der Reise des Präsidenten wird er von seinem Sonderbeauftragten Gunes Onar und dem Ersten Sekretär des Außenministeriums, Hakan Aksoy, begleitet.
Das Gipfeltreffen, das alle drei Jahre von den Mitgliedsländern der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) organisiert wird, findet in diesem Jahr am 4. und 5. Mai in dem westafrikanischen Land Gambia statt.
Die OIC gilt mit ihren 57 Mitgliedern als die größte internationale Organisation nach der UNO. Neben den Teilnehmern gehören der Organisation auch 5 Beobachterstaaten an: Bosnien und Herzegowina, die Zentralafrikanische Republik, die TRNC, Thailand und Russland.
Das islamische Gipfeltreffen wird alle drei Jahre unter Beteiligung der Könige, Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer einberufen. Auf den OIC-Gipfeln werden Beratungen über die Umsetzung der gesetzten Ziele geführt und Entscheidungen über die politische Agenda getroffen.
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