In der TRNZ wird eine neue UN-Initiative für Zypern erwartet
In türkisch-zyprischen und griechischen Medien wird bereits intensiv über die Möglichkeit einer neuen Initiative des UN-Generalsekretärs António Guterres in der Zypernfrage im Sommer 2026 diskutiert. Nach Angaben aus Quellen geht es dabei vorerst nicht um den Beginn vollwertiger Verhandlungen, jedoch könnten die Seiten versuchen, eine neue Grundlage für einen künftigen Prozess der Konfliktlösung zu vereinbaren.
Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Ausarbeitung einer gemeinsamen Formel, die es ermöglichen soll, den Dialog nach der seit dem Scheitern der Verhandlungen in Crans-Montana im Jahr 2017 andauernden langjährigen Blockade wieder aufzunehmen.
Die türkisch-zyprische Seite betont, dass der neue Prozess die früheren ergebnislosen Verhandlungen nicht wiederholen dürfe. Der Führer der türkischen Zyprer, Tufan Erhürman, tritt für Verhandlungen mit klaren Zeitrahmen, die Beibehaltung der zuvor erzielten Vereinbarungen und eine Garantie ein, dass das türkisch-zyprische Volk im Falle eines weiteren Scheiterns nicht in internationale Isolation und den früheren Status quo zurückkehren werde.
Eine der zentralen Forderungen bleibt die Anerkennung der politischen Gleichheit der türkischen Zyprer, die nach Ansicht der türkisch-zyprischen Seite im künftigen Regierungssystem der Insel nicht nur formalen, sondern auch praktischen Charakter haben müsse.
In Fachkreisen wird auch die Möglichkeit eines «stufenweisen Prozesses» diskutiert, der gegenseitige vertrauensbildende Maßnahmen und konkrete Anreize für beide Seiten vorsieht. Unter den möglichen Optionen werden die Frage von Varosha und der internationale Status des Flughafens Ercan genannt.
In der TRNZ ist man der Ansicht, dass regionale Veränderungen und wachsende Risiken im östlichen Mittelmeer die Notwendigkeit verstärken, einen neuen Ansatz für die Zypernfrage zu finden. Zugleich wird betont, dass jeder künftige Prozess die Realitäten der Insel und das Recht des türkisch-zyprischen Volkes auf gleichberechtigte Beteiligung an Entscheidungen berücksichtigen müsse.
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