„Ohi“-Tag: Wie Griechenland „Nein!“ zum Faschismus sagte

28. Oktober Zypern feiert gemeinsam mit Griechenland den „Ohi“-Tag (griechisch: Επέτειος του «Όχι») — ein Gedenktag, der den Widerstand gegen den Faschismus symbolisiert.
Vor genau 85 Jahren, am 28. Oktober 1940, stellte die italienische Regierung unter Benito Mussolini Griechenland ein Ultimatum: Die italienischen Truppen sollten das Land passieren dürfen, um militärische Operationen auf dem Balkan durchzuführen. Premierminister Ioannis Metaxas antwortete mit einem einzigen Wort — „Ohi!“ („Nein!“). Bereits wenige Stunden später griff die italienische Armee Griechenland an, stieß jedoch auf erbitterten Widerstand.
Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit des Feindes gelang es den griechischen Streitkräften, den Vormarsch zu stoppen und Gegenangriffe zu starten. Anfang November war die italienische Armee zurückgedrängt, und ihre Elite-Division der Alpenjäger „Julia“ erlitt schwere Verluste.
Zypern, damals unter britischer Verwaltung, unterstützte Griechenland vorbehaltlos — ein sechstausend Mann starker zyprischer Regiment kämpfte an der Seite der Alliierten gegen die italienischen Truppen.
Im Frühjahr 1941 wurde Griechenland von Nazi-Deutschland angegriffen. Trotz heroischen Widerstands wurde das Land besetzt, doch der Kampf ging innerhalb der griechischen Widerstandsbewegung weiter.
Heute, am 28. Oktober, ist ein nationaler Feiertag und ein offizieller freier Tag in Zypern. Im ganzen Land finden Paraden, religiöse Zeremonien und Gedenkveranstaltungen statt, die dem Volk gedenken, das entschlossen „Nein“ zum Faschismus sagte.
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