Cyprus, Nicosia

Zypern: 17,1 % der Bevölkerung armutsgefährdet — Eurostat stellt stabiles Risikoniveau fest

30.04.2026 / 13:38
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Nach Angaben von Eurostat waren im Jahr 2025 17,1 % der Bevölkerung Zyperns von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. In absoluten Zahlen sind das etwa 167.000 Menschen – rund 3.000 mehr als im Vorjahr, wobei der prozentuale Gesamtanteil unverändert blieb.

Die Statistik zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei den Männern waren etwa 75.000 Personen (15,5 %) gefährdet, während es bei den Frauen etwa 93.000 (18,7 %) waren. Somit bleiben Frauen auf Zypern im Hinblick auf sozioökonomische Risiken eine verletzlichere Gruppe.

Auf Ebene der Europäischen Union sieht die Situation ähnlich aus, jedoch mit einer leichten Verbesserung. Im Jahr 2025 waren 92,7 Millionen Menschen oder 20,9 % der EU-Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dies ist ein leichter Rückgang gegenüber 21 % im Jahr 2024.

Eurostat präzisiert, dass diese Kategorie Personen umfasst, die in Haushalten leben, die von mindestens einem von drei Faktoren betroffen sind: Armutsrisiko, erhebliche materielle und soziale Deprivation oder sehr geringe Erwerbsintensität.

Die Unterschiede zwischen den EU-Ländern bleiben beträchtlich. Die höchsten Werte wurden in Bulgarien (29 %), Griechenland (27,5 %) und Rumänien (27,4 %) verzeichnet. Am anderen Ende der Skala liegen Tschechien (11,5 %), Polen (15 %) und Slowenien (15,5 %).

Für Zypern bedeutet der Wert von 17,1 %, dass das Land unter dem EU-Durchschnitt bleibt, aber einen stabilen Anteil der Bevölkerung aufweist, der sozioökonomischen Risiken ausgesetzt ist.

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