Zyprisches Gesundheitsministerium entwickelt Aktionsplan für den Fall einer Hantavirus-Ausbreitung
Die zyprischen Behörden haben ihre Bereitschaft für alle möglichen Szenarien im Zusammenhang mit dem Hantavirus erklärt, nachdem es auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius zu einem Ausbruch gekommen war. Die stellvertretende Generaldirektorin des Gesundheitsministeriums, Elizabeth Constantinou, teilte mit, dass im Land bereits spezielle Reaktionsprotokolle auf der Grundlage der Empfehlungen des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erstellt wurden.
Laut Constantinou haben Spezialisten der Abteilung für epidemiologische Überwachung die internationale Lage am Wochenende aufmerksam verfolgt und eine Aktionsstrategie für den Fall potenzieller Kontakte auf Zypern entwickelt. Gemäß den europäischen Empfehlungen ist für Kontaktpersonen eine Quarantäne von bis zu 42 Tagen vorgesehen. Dabei können einzelne Länder auch strengere Sicherheitsmaßnahmen anwenden.
Das Gesundheitsministerium betonte, dass das Hantavirus hauptsächlich von Tieren auf Menschen und nur in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die Hauptsorge gilt der hohen Sterblichkeitsrate der Krankheit, weshalb internationale Gesundheitsdienste verstärkte Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Zur Erinnerung: Zuvor wurde über den Tod von drei Passagieren des Kreuzfahrtschiffes berichtet, auf dem der Infektionsausbruch festgestellt wurde.
Constantinou stellte fest, dass das Risiko für Zypern derzeit als „sehr gering“ eingeschätzt wird, da im Land keine bestätigten Fälle registriert wurden. Die Behörden erinnerten die Bürger jedoch an die Notwendigkeit, Hygienemaßnahmen beim Kontakt mit möglichen Lebensräumen von Nagetieren einzuhalten. Dies gilt insbesondere für Landwirte und Besitzer von Ferienhäusern, Lagerhäusern und Wirtschaftsräumen, in denen sich auch andere gefährliche Infektionen ausbreiten können.
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