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Handelsdefizit Zyperns übersteigt 2 Milliarden Euro angesichts sinkender Exporte

11.05.2026 / 17:10
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Der Außenhandel Zyperns verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Anstieg des Handelsdefizits, das 2,05 Milliarden Euro erreichte. Nach Angaben des statistischen Dienstes belief sich dieser Wert im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 1,88 Milliarden Euro. Hauptgrund für die Verschlechterung der Bilanz war ein Rückgang der Exporte bei gleichzeitigem Anstieg der Importe.

Das Gesamtimportvolumen von Waren stieg von Januar bis März um 1 % auf 3,32 Milliarden Euro. Gleichzeitig sanken die Exporte um fast 10 % auf 1,28 Milliarden Euro. Im März stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,6 % auf 1,21 Milliarden Euro, was sowohl auf Lieferungen aus EU-Ländern als auch auf Käufe aus Drittländern zurückzuführen war.

Die Exporte im März zeigten hingegen ein moderates Wachstum von 6,7 % und erreichten 506,9 Millionen Euro. Der Gesamtexportwert steht jedoch aufgrund rückläufiger Transaktionen bei der Übergabe von Schiffen und Flugzeugen weiterhin unter Druck. Ein besonders deutlicher Rückgang wurde im Februar verzeichnet, als die Exporte heimischer Produkte um mehr als die Hälfte auf 153,3 Millionen Euro sanken.

Der stärkste Rückgang war bei Industrieprodukten zu verzeichnen, während die Exporte landwirtschaftlicher Güter nahezu stabil blieben. Gleichzeitig gingen auch die Re-Exporte importierter Waren zurück, was auf eine allgemeine Schwächung der Exportaktivität des Landes hindeutet.

Trotz des Rückgangs blieben mineralische Brennstoffe und Öle, pharmazeutische Produkte und Halloumi-Käse, der weiterhin einen wichtigen Platz in der zypriotischen Exportstruktur einnimmt, die wichtigsten Exportgüter Zyperns in den ersten Monaten des Jahres 2026.

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