Zyprisches Parlament verabschiedet Gesetz zur Schaffung eines Nationalen Rettungsdienstes
Das zyprische Parlament hat das Gesetz zur Gründung der Nationalen Rettungsdienstbehörde verabschiedet, um das System der Krankentransporte zu verbessern und die Wartezeiten für Patienten zu verkürzen. Die neue Struktur wird für die Planung, Organisation und Koordination aller Rettungsdienste auf der Insel verantwortlich sein.
Nach offiziellen Angaben des aktuellen Rettungsdienstes werden auf Zypern jährlich mehr als 95.000 Patiententransporte durchgeführt. Dabei entfallen über 45.000 Fälle auf nicht-notfallmäßige Einsätze — wie den Transport bettlägeriger Patienten zu Untersuchungen, in Krankenhäuser oder Diagnosezentren.
Nach dem neuen Gesetz können einige dieser Transporte von privaten, lizenzierten Diensten übernommen werden, sodass sich die staatlichen Rettungsteams ausschließlich auf wirklich dringende und lebensbedrohliche Situationen konzentrieren können.
Die neue Behörde wird auch für die Zertifizierung von Krankenwagen, die Registrierung von Dienstleistern und Rettungskräften sowie die Qualitäts- und Sicherheitskontrolle der erbrachten Hilfe zuständig sein. Zu diesem Zweck werden drei Register eingerichtet: ein Register der Rettungsdienstanbieter, ein Register der Krankenwagen und ein Register der Rettungskräfte.
Zudem ist die Einrichtung einer Einsatzzentrale zur Entgegennahme von Notrufen und Entsendung von Teams sowie eines Zentrums für Unfall- und Notfallmanagement zur Koordination bei Großereignissen vorgesehen.
Der Übergang des Rettungsdienstsystems unter die Leitung der neuen Behörde wird bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin wird der Dienst weiterhin innerhalb der staatlichen Gesundheitsorganisation (OKYpY) betrieben, die zuvor ihre Absicht bekundet hatte, eine Entschädigung für die in die Entwicklung des Dienstes investierten Ressourcen zu fordern.
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