Zypern rechnet mit Beginn von Gasexporten nach Europa über Ägypten bis 2028

Der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis erklärte, dass die Republik beabsichtigt, bereits bis 2028 mit der Lieferung von eigenem Erdgas nach Europa über Ägypten zu beginnen. Dies gab er vor einer Sitzung des Ministerrats bekannt, die sich mit Energiefragen befasste.
Nach Angaben des Staatsoberhauptes hat das Kabinett den Entwicklungs- und Förderplan für das Gasfeld „Kronos“ sowie Vereinbarungen über die Hauptbedingungen für den Verkauf von zyprischem Gas genehmigt.
Christodoulidis betonte, dass es sich hierbei um eine Schlüsselphase in der Entwicklung des Energiesektors des Landes handele. Er erinnerte daran, dass das erste Gasfeld in der ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns bereits 2011 entdeckt wurde und die Behörden nun, 15 Jahre später, in die praktische Phase der Ressourcenerschließung übergehen.
„Unser Ziel ist es, bis 2028 das erste zyprische Erdgas über Ägypten nach Europa zu verkaufen“, sagte der Präsident.
Er wies darauf hin, dass alle erforderlichen Vereinbarungen für das Projekt bereits auf staatlicher Ebene genehmigt werden.
Der Präsident berichtete außerdem von laufenden Verhandlungen mit ExxonMobil über die weitere Entwicklung von Energieprojekten. Die Konsultationen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, und die Behörden seien bereit, in naher Zukunft die nächsten Schritte bekannt zu geben.
Das Projekt wird nicht nur für die Wirtschaft Zyperns, sondern auch für die Energiesicherheit der Region als strategisch wichtig eingestuft. Die Behörden rechnen damit, dass der Gasexport dem Land helfen wird, seine Position auf dem europäischen Energiemarkt zu stärken und neue Investitionen anzuziehen.
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