Die EU setzt Zölle auf Stickstoffdünger aus, um die Kosten für Landwirte zu senken
Die Europäische Union hat die Zollabgaben auf Stickstoffdünger vorübergehend für ein Jahr ausgesetzt. Die Entscheidung wurde im Rahmen eines informellen Treffens der Eurogruppe in Nikosia getroffen.
Die Maßnahme soll die Kosten für europäische Landwirte und Düngemittelhersteller senken. Nach Angaben der Europäischen Kommission wird dadurch eine Einsparung von rund 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen möglich und der Zugang zu stabileren Lieferungen verbessert.
Außerdem wird betont, dass die Entscheidung in die EU-Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit von Russland und Belarus im Düngemittelsektor sowie zur Entwicklung stärker diversifizierter Lieferketten auf dem Weltmarkt passt.
Der Finanzminister Zyperns, Makis Keravnos, erklärte, die Initiative werde dem Agrarsektor Europas besser verfügbare und verlässlichere Ressourcen sichern. Seinen Angaben zufolge werde sich dies auch positiv auf die Endverbraucher auswirken, da die Preise stabilisiert würden.
Er wies darauf hin, dass die Aussetzung der Zölle nur für Waren gelten werde, die nicht bereits unter bestehende Präferenz- und zollfreie Regelungen fallen. Darüber hinaus wurden Quoten eingeführt, die auf Grundlage der Importmengen des Jahres 2024 mit einer zusätzlichen Aufwärtsanpassung berechnet wurden.
Separat wird darauf hingewiesen, dass die Maßnahme wegen der aktuellen geopolitischen Lage und des Konflikts in der Ukraine nicht für Produkte aus Russland und Belarus gilt.
Die Aussetzung der Zölle tritt nach ihrer offiziellen Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
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