Türkei stärkt Energiestrategie: Fokus auf TRNZ und neue Gasprojekte
Die Türkei baut ihre Energiepräsenz sowohl im östlichen Mittelmeerraum als auch darüber hinaus aktiv weiter aus. Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar kündigte Pläne zur Stärkung der internationalen Aktivitäten des Staatsunternehmens TPAO an.
Ihm zufolge führt die Türkei bereits Projekte in Somalia durch und bereitet neue Initiativen in Libyen vor. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf dem östlichen Mittelmeer und insbesondere auf Nordzypern.
Der Minister bestätigte, dass die Exploration von Energieressourcen in der Region fortgesetzt wird, wobei eine der Schlüsselrichtungen das Gaspipeline-Projekt für die Türkische Republik Nordzypern ist. Das Unternehmen BOTAŞ ist an der Entwicklung beteiligt und führt bereits technische Untersuchungen durch.
Laut Bayraktar könnte im Falle einer erfolgreichen Umsetzung des Projekts in der Region gefördertes Erdgas über eine separate Route in die Türkei geleitet werden. Er betonte, dass die Energiekonnektivität und die Integration der Infrastruktur weiterhin oberste Priorität haben.
Parallel dazu baut Ankara die Zusammenarbeit mit einer Reihe von Ländern und internationalen Energieriesen aus. Insbesondere verhandelt und schließt die Türkei Vereinbarungen mit Unternehmen wie ExxonMobil, Chevron, BP, Shell, TotalEnergies und Eni ab.
Unabhängig davon wies der Minister auf die Entwicklung gemeinsamer Projekte mit Syrien hin, einschließlich des Interesses an Feldern im Nordosten des Landes.
Experten glauben, dass die Aktivierung der Türkei im Energiesektor die Rolle der TRNZ als potenzielles Glied im regionalen Energiesystem stärken und das Machtgleichgewicht im östlichen Mittelmeerraum beeinflussen könnte.
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