Zypern senkt Quote illegaler Beschäftigung in zehn Jahren um das Dreifache
Die Republik Zypern hat im Kampf gegen die illegale Beschäftigung spürbare Fortschritte erzielt und deren Quote von 15 % im Jahr 2016 auf 5 % im Jahr 2026 gesenkt. Dies gab Arbeitsminister Marinos Mousiouttas auf einer Konferenz in Larnaka bekannt, die sich mit Fragen der Transparenz auf dem Arbeitsmarkt und der Einhaltung des Arbeitsrechts befasste.
Nach Angaben des Ministers konnten diese Ergebnisse dank einer konsequenten Stärkung des Systems der Arbeitsinspektionen und einer aktiven Zusammenarbeit mit den Staaten der Europäischen Union im Rahmen der Europäischen Plattform zur Bekämpfung nicht angemeldeter Erwerbstätigkeit erzielt werden.
Mousiouttas wies darauf hin, dass Zypern nicht nur europäische Praktiken übernommen, sondern auch eigene innovative Lösungen zur Aufdeckung von Verstößen und zur verstärkten Kontrolle von Arbeitgebern vorgeschlagen hat. Besonderes Augenmerk wurde auf Sektoren mit einem hohen Risiko für Schwarzarbeit gelegt, darunter das Baugewerbe, der Tourismus, die Landwirtschaft und der Dienstleistungssektor.
Der Minister betonte, dass die Verringerung der illegalen Beschäftigung zum Schutz der Arbeitnehmerrechte beiträgt, die Steuereinnahmen erhöht und fairere Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen schafft.
Gleichzeitig räumen die Behörden ein, dass das Problem nicht vollständig verschwunden ist. Vor dem Hintergrund zunehmender Arbeitsmobilität, der Digitalisierung der Wirtschaft und Veränderungen auf dem europäischen Arbeitsmarkt steht Zypern vor neuen Herausforderungen.
„Die Zukunft sieht positiv aus, erfordert jedoch eine ständige Anpassung der Kontrollmechanismen und eine Stärkung der Transparenz des Arbeitsmarktes“, betonte der Leiter des Arbeitsministeriums.
Die Behörden der Republik Zypern beabsichtigen, die Modernisierung des Kontrollsystems fortzusetzen und die Zusammenarbeit mit europäischen Strukturen auszuweiten, um die Schwarzarbeit weiter einzudämmen.
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