Republik Zypern ergreift Maßnahmen zur Stabilisierung der Halloumi-Produktion angesichts der Maul- und Klauenseuche

Die Republik Zypern hat eine vorübergehende Senkung des Mindestanteils an Schafmilch bei der Herstellung von Halloumi-Käse eingeführt – von 25 % auf 15 %. Die Entscheidung zielt darauf ab, die nationale Produktion zu schützen und den reibungslosen Export eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte des Landes angesichts der Folgen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche sicherzustellen.
Wie die Regierung mitteilte, ist die Maßnahme rein vorübergehender Natur und gilt vom 15. Mai bis zum 31. Dezember 2026. Sie soll die Erzeuger und die verarbeitende Industrie unterstützen, die nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen mit einem Rohstoffmangel konfrontiert sind.
Offiziellen Daten zufolge sank die Schafmilchproduktion im April um fast ein Viertel – um 24,6 % auf etwa 7,03 Mio. Liter. Dies geschah vor dem Hintergrund einer erzwungenen Reduzierung des Viehbestands im Rahmen der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche. Insgesamt wurden über 40.000 Schafe und Ziegen sowie etwa 2.800 Rinder getötet.
Die Behörden betonen, dass die getroffenen Maßnahmen notwendig sind, um die Stabilität der Lieferkette zu erhalten und Unterbrechungen der Exportverpflichtungen zu vermeiden. Halloumi, der in der EU den Status einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) genießt, bleibt ein strategisch wichtiges Produkt für die zyprische Wirtschaft.
Die Regierung stellt fest, dass die Entscheidung nach Konsultationen mit der Branche getroffen wurde und auf ein Gleichgewicht zwischen sanitärer Sicherheit, EU-Anforderungen und den realen Kapazitäten der Hersteller unter den derzeitigen Bedingungen abzielt.
Gleichzeitig wird betont, dass die Republik Zypern weiterhin an der Wiederherstellung der Bestände und der Unterstützung der Landwirte arbeiten wird, um mittelfristig zu den früheren Produktionsstandards zurückzukehren und die Position von Halloumi auf den internationalen Märkten zu sichern.
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